Diesen Artikel solltest Du auf keine Fall zuende lesen, denn das hätte folgenschwere Konsequenzen für Dich. Er wird Dir nicht nur ein paar kostbare Minuten Deiner Zeit rauben, er wird noch viel Schlimmeres mit Dir anstellen!
Er wird Dir von einer Sache abraten, die Du jetzt doch getan hast und wahrscheinlich auch schon in der Vergangenheit oft verbrochen hast. Eine Sache, die ich hier eigentlich gar nicht empfehlen sollte, denn diese Empfehlung könnte sich selbst auf dieses Blog hier negativ auswirken.
Hör auf zu lesen!
Jawohl, hör endlich auf zu lesen! Nicht nur diesen Beitrag hier. Dieses gesamte Blog und alle Bücher, die Du Dir in letzter Zeit so gekauft hast. Ich meine nicht die Romane, sondern diese ganzen Fachbücher über das Schreiben.
Ich will nicht behaupten, dass sie keine guten Informationen enthalten würden, das wäre auch gelogen. Es gibt zahlreiche gute Fachliteratur zum Thema schreiben und Kreativität. Es gibt sogar so viel davon, dass man damit ganze Regale füllen kann und vor lauter Fachliteratur, die man liest gar nicht mehr selber zum Schreiben kommt.
Ich kenne das ja von mir selber. Ich will eigentlich ganz gerne mal was schreiben, aber bevor ich das tue, lese ich doch lieber mal das Buch über, ehm, richtiges Schreiben. Da spricht natürlich nichts gegen. Es wird aber gefährlich, wenn man sich ein Buch nach dem anderen vornimmt und dabei gar nicht selber mehr zum Schreiben kommt, sich die Theorie reinprügelt und dabei die Praxis vergisst.
Darum hier zwei Dinge, von denen ich glaube, dass sie genannte Fachliteratur negativieren:
1. Kreativität kann man nicht lernen indem man darüber liest, wie man sie lernen könnte. Man muss kreativ werden um kreativ zu sein. Das klingt absurd, ist aber so. Wer seine Kreativität fördern will, der sollte sich besser nicht ins Wohnzimmer einschließen und Fachliteratur übers kreativ werden lesen. Raus auf die Straße! Ab ins Cafè! Leute beobachten! Ab ins Grüne und ein bisschen vor sich hinschreiben, sinnlosen Kram, nichts wegwerfen, nicht drüber nachdenken. Hier mal ein bisschen rummalen, dort man versuchen was Verrücktes zu tun. Alles das, aber doch bitte nicht zuhause darüber lesen, wie man kreativ sein könnte!
2. Die Zeit, die man zum Lesen benutzt, ist nur ein Hilfsmittel, um sich davor zu drücken, selber zu schreiben. Schreib verdammt noch mal! Deine Texte müssen nicht perfekt sein, sie müssen Dir gefallen, mehr nicht. Das ist das erste Ziel. Wenn Du das geschafft hast, kannst Du Dich anderen Dingen widmen, Grammatik, Satzbau oder was auch immer. Dazu brauchst Du vielleicht einen Duden und ein Buch über guten Stil, mehr nicht. Fang einfach an zu schreiben, der Rest kommt von ganz alleine.
ALSO HÖR ENDLICH AUF ZU LESEN!
JETZT!
