Wer verstanden werden will, muss einige Bedingungen erfüllen. Das “Hamburger Verständlichkeitsmodell” erklärt die vier wichtigsten Textmerkmale: Einfachheit, Gliederung und Ordnung, Kürze und Prägnanz sowie anregende Formulierungen.Einfachheit
Dieses Merkmal bezieht sich auf die Wortzahl und den Satzbau: Ein Text ist einfach zu verstehen, wenn geläufige, konkrete und anschauliche Wörter zu kurzen, einfachen Sätzen zusammengefügt sind. Fremd- und Fachwörter werden, wenn sie nicht vermieden werden können, erklärt.
Äußere Gliederung und innere Ordnung
Die äußere Gliederung ist der Aufbau des Textes. Zusammengehörige Teile werden durch Absätze übersichtlich gruppiert. Die innere Ordnung bezieht sich auf den logischen Aufbau eines Textes. Die Informationen sind sinnvoll gereiht, die Sätze beziehen sich folgerichtig aufeinander. Wichtiges wird von Unwichtigem unterschieden. Es gibt einen roten Faden im Text.
Kürze und Prägnanz
Jedes Wort sollte notwendig sein. Knappe Formulierungen benutzen. Es wird nicht vom Wesentlichen abgewichen.
Anregende Zusätze
Ein Text hat eine animierende Wirkung, wenn er abwechslungsreich und anregend formuliert ist. Überraschende Episoden oder Personen und interessante Wendungen sollen in einem Text vorkommen. Ausrufe, wörtliche Rede, rhetorische Fragen zum Mitdenken, lebensnahe Beispiele oder direktes Ansprechen des Lesers machen einen Text bildhaft und damit verständlich.
Kurz gesagt: Dicht schreiben, das Wichtigste nach vorne, packend und überraschend erzählen, aber ohne zu übertreiben.